Es geht schon wieder los… und zwar zeitig. Seit Anfang Februar stecken in Hund schon die ersten hungrigen Tiere. Sobald die Temperaturen um die +8 Grad erreichen sind sie aktiv und suchen nach blutiger Nahrung – die Zecke oder der gemeine Holzbock. Durch unsere milden Winter gibt es DIE Zeckensaison nicht mehr und wir müssen mit ihnen ganzjährig rechnen.

Wir hassen sie bis zur Panik. Aber ist das begründet? Zitat Peter Wohlleben: „Sie sind halt da. Sie haben auch ihre Daseinsberechtigung. Ich habe auch schon öfter Borreliose gehabt, aber dafür können die Zecken ja nix.“ So gesehen stimmt das wohl. Und klar, sie tun was sie nun mal als Zecke zu tun haben. Fressen um zu leben und um sich fortzupflanzen, so wie jedes andere Lebewesen.

Aber war was ist dann mit FSME und Borreliose? Das ist ja eigentlich der Grund warum wir Panik schieben und nicht weil die Zecke eine Zecke ist. (Ich zitiere hier zum Teil aus schulmedizinischer Literatur, das ist kein heilkundlicher Beitrag, lediglich eine kurze Zusammenfassung zum aktuellen Sachverhalt, möge sich jeder seine eigene Meinung bilden). Ich persönlich lasse mir dadurch nicht den Spaß am baren laufen verderben.

Hier zur Unterscheidung Borreliose / FSME:

Borreliose ist die häufigere Erkrankung und verläuft in mehreren Stadien. Wir haben eine relativ hohe Durchseuchungsrate  von ca. 50% der Zecken mit dem Bakterium. Dagegen gibt es keine Impfung. Nach allgemeiner Auffassung geht die Infektion erst über den Darm und gelangt dann durch den Speichel des Tieres in den Körper. Somit haben wir einen Zeitvorteil von etwa 12 Stunden. Bei Früherkennung ist die Prognose in der Regel gut, chronische Verläufe haben unterschiedliche Ausprägungen. Mittlerweile gibt es naturheilkundliche Ärzte und Heilpraktiker, die sich auf deren Therapie spezialisiert haben. Mit Erfolg, was allerdings Geduld und die Bereitschaft zur Mitarbeit des Erkrankten erfordert.

FSME ist die gefürchtete virale Hirnhautentzündung die durch Zecken übertragen wird. Es wird häufig zur Impfung geraten, aber da mag sich jeder seine eigene Meinung bilden, ich enthalte mich generell in dieser Hinsicht. Hier mal ein bisschen Sachlage und Zahlen:

Im Gegensatz zur Borreliose wird das FSME-Virus sofort mit Biss übertragen. Wir haben hier keinerlei Zeitvorteil.  Die Letalität (Tödlichkeit) ähnelt der Virusgrippe. Jeder reagiert anders darauf. Es gibt A-Symptomatische Verläufe, bei der der Betreffende gar nicht merkt, das er erkrankt war. Über leichte bis schwere Erkrankungen bis hin zum tödlichen Verlauf. Das ist laut Schulmedizin etwa 1% der Fälle. Die „normale“ Erkrankung gibt es in 2 Stadien. Ein Erststadium mit Grippesymptomen, nach kurzer Beschwerefreiheit kommen 5-10% der Infizierten ins Zweitstadium mit Beteiligung des Nervensystems. Um die 90% der Fälle heilen folgenlos aus. Bei einigen Erkrankten gibt es Spätschäden im Nervensystem.

Ich habe die  Erkrankung  im Sommer 2018 selbst durchgemacht, folgenlos ausgeheilt und bin nun quasi „Naturgeimpft“ daher teile ich hier neben allgemeiner Sachlage ein bisschen Erfahrungswerte. Aber das ist ein eigener Blog…