Thema Umwelt und Naturschutz

Liebe Naturfreunde,

echte Naturräume sind selten geworden, daher gilt es diese Räume für uns und die zukünftigen Generationen zu bewahren. Plastik, Kippen, Taschentücher und sonstiger Müll gehört nicht in Wälder und nicht in Naturräume. Daher an alle: jeglichen Müll wieder mit nach Hause nehmen und ordnungsgemäß entsorgen!

Meine Form des Naturschutzes ist es, den Menschen unsere Naturräume näher zu bringen, ihren Nutzen, ihren Wert. Denn Mensch schützt nur das was er kennt und schätzt.

  • Grundsätzliches

  • Müllvermeidung

  • Geschäftliches

  • Problemmüll

  • Höhlen – eigene Ökosysteme

  • Waldgeschichte und Geschichten

Grundsätzliches

Ganz basic und grundsätzlich gehört überhaupt kein künstlicher Müll in unsere natürliche Umwelt! Bitte alles, was an Müll anfällt, wieder mitnehmen und ordnungsgemäße entsorgen!

Geschäftliches

Es ist normal und völlig natürlich aber…

Thema Taschentücher für das kleine Geschäft

Sie sind hässlich und eklig, die berühmten „Pipiecken“ in der Landschaft. Zahllose Taschentücher dekorieren die Landschaft. Das muss nicht sein. Immerhin benötigen Papiertaschentücher 5 Jahre zum Abbau.

Alternativen?

Einfach mal nix benutzen, und „abschütteln“ das ist auch nicht schlimm. Urin ist in der Regel eine unschädliche, sterile Flüssigkeit. Der Stoff „Urea“ der in Cremes angepriesen wird, ist nix anderes als Harnstoff, der auch im Urin drin ist. Ja man kann damit auch tatsächlich Wundbehandlung machen.

In Amerika sind unter Wanderinnen Pipitücher aus Stoff, die außen am Rucksack hängen, Normalität. Diese werden einfach nach der Wanderung mitgewaschen und gut is. Vielleicht bei uns noch etwas gewöhnungsbedürftig, da Dinge, die den Körper verlassen und sei es nur ein bisschen Flüssigkeit, bei uns noch sehr schambehaftet sind.

Dünnes Campingklopapier baut sich relativ schnell ab. Bei großen Geschäften mit verbuddeln und gut is. Wenns denn unbedingt Taschentuch sein muss, ist ein Hundebeutel eine gute Lösung, um sie wieder mitzunehmen und zu entsorgen.

Klopapier und Hundebeutel könnt ihr auf meinen Touren und Veranstaltungen auch bei mir bekommen.

Umweltproblem: Kippenstummel

ich hab nix gegen rauchen, ich rauche selber Kräuter/Tabak in meiner Pfeife. Nur bitte ich euch inständig, nehmt eure Zigarettenstummel wieder mit oder schmeiß sie bei mir in die Abfalltüte. Zigaretten haben ebenso wie Müll nix auf dem Naturboden zu suchen!! Dabei ist nicht der Tabak an sich das größte Problem, sondern die Filter, die zum Einen aus Plastik, zum anderen ein konzentriertes Giftmülldepot darstellen.

Hier ein Bericht über die schädliche Wirkung von Zigarettenfilter in der Umwelt:

https://www.ecowoman.de/nachhaltige-nachrichten/muell-durch-zigaretten-filter-plastik-schadet-der-umwelt-1347

„Der Filter einer Zigarette besteht aus Plastik, das als Müll in der Natur eine große Gefahr für die Umwelt darstellen kann, da es sich nicht abbaut.

Die Natur wird immer mehr durch unachtsam weggeworfene Abfälle zerstört. Gerade die Vermüllung durch Zigarettenstummel ist seit Jahrzehnten ein Problem, denn entgegen der weitverbreiteten Annahme verrotten Zigarettenfilter nicht, denn sie bestehen aus der Kunststoffmikrofaser Celuloseacetat, die sich nur schlecht abbauen lässt und während ihres Jahre andauernden Zersetzungsprozesses toxische Stoffe abgibt. Außerdem sind sowohl der Plastik als auch der gefilterte Teer, Schwermetalle und aromatische Kohlenwasserstoffe, die sich im Filter befinden, gefährlich für Tiere und Pflanzen. Leif Miller, der Bundesgeschäftsführer des NABU, erklärt: „Zigarettenkippen gehören immer in den Restmüll. Es schadet Böden und Gewässern, wenn sie auf die Straße oder in die Landschaft geworfen werden. Auch im Biomüll oder der Toilette haben sie wegen der vielen toxischen Stoffe nichts zu suchen.“ In einigen Städten machen Zigarettenstummel bis zu 60 Prozent der achtlos weggeworfenen Gegenstände aus. Gerade in Wassernähe sind die weggeworfenen Filter gefährlich, da Studien zeigen, dass bereits eine weggeworfene Zigarette pro Liter Wasser für Fische tödlich sein kann. Auch die Stummel alleine können in einer hohen Konzentration eine tödliche Wirkung haben.“

Abbauzeiten Müll im Überblick

  • Zeitung 1-3 Jahre
  • Zigarette (ohne Filter) 1-5 Jahre
  • Bananenschale 2 Jahre
  • Orangenschale 3 Jahre
  • Wolle 4 Jahre
  • Kaugummi, Papiertaschentuch 5 Jahre
  • Zigarettenstummel 7 Jahre
  • Leder 50 Jahre
  • Nylonfasern 60 Jahre
  • Blechdose 10-100 Jahre
  • Plastiksack 120 Jahre
  • Blechbüchse, Babywindeln 500 Jahre
  • Babywindeln 500 Jahre
  • Aluminiumpapier 700 Jahre
  • Plastikflasche 100-1000 Jahre
  • Glas 4000 Jahre
  • Styropor 6000 Jahre
Pipiecke

Höhlen – eigene, empfindsame Ökosysteme

Höhlentouren in tiefere Höhlen mache ich grundsätzlich nur von April-Oktober. Ansonsten herrscht allgemeiner Höhlen- und Fledermausschutz.

Mit der Erforschung unserer wunderschönen Höhlen, nahm leider auch Plünderung und Raubbau aus reiner Gier seinen Lauf. Daher stehen sämtliche frei zugängliche Höhlen leider nicht mehr in ihrer vollständigen Pracht da. Vereinzelt gibt es noch Sinterschmuck auch in den offen zugänglichen Höhlen. Dort bitte ich euch auch im Anbetracht meines Rechts für den Naturschutz einzustehen, den Schmuck dort zu lassen wo er hingehört. Er verliert ohnehin außerhalb der Höhle seinen Glanz und seine Pracht und ist dann nichts weiter als ein Klumpen aus Kalk!

Geschäfte sind ebenso außerhalb der Höhle zu erledigen!

Die Bedeutung unserer Wälder

Das Verständnis unserer heimischen indigenen Vorfahren: Heilige Haine, Schöpfung und Verbundenheit

Franken ist das Land der Kelten. Erst nach und nach zogen die Germanen aus dem Norden Stück für Stück gen Süden und vermischten sich mit den Kelten. Was aber beiden von Anfang an gemeinsam war: Die Liebe zu den Wäldern.

Wenn wir von Franken und Kelten sprechen, sprechen wir auch von Druiden und heiligen Hainen, von Baumkult, von Waldgott – der Hirschgott Cernunnos und Waldgöttin. Aus den Wäldern kommen Wissen, Weisheit und Inspiration. Sie sind voller Fülle und Offenbarungen.1

Geschriebene Weisheit war für Druiden minderwertig. Wissen und Weisheit trug man als Erfahrung im Herzen. Es wäre ein Unding gewesen, diese Fülle an Weisheiten der Wälder auf Papier bannen und auf Buchstaben reduzieren.1

Nach Tacitus finden es die keltisch geprägten Südgermanen:

„… Unvereinbar mit der Erhabenheit des Himmlischen, die Götter in Wände einzuschließen und sie den Zügen des Menschenantlitzes irgendwie nachzubilden …“1

Nach keltischer Auffassung sind aus den Bäumen des heiligen Waldes die ersten Menschen erschaffen. Der Mann aus der Esche, bzw. Eberesche und die Frau aus der Erle bzw. Ulme1

Quellenangaben
1 Pflanzen der Kelten – Wolf-Dieter-Storl

Urwald, religiöser Wahn, Industrialisierung und neues Bewusstsein

Es ist erst ein paar tausend Jahre her, da war unser Kontinent noch geprägt von fast undurchdringlichem Urwald. Zuerst dominiert von der Eiche, später haben Fichte und vor allem die Buche unsere Heimat erobert. Noch vor etwa 1000 Jahren konnte ein Eichhörnchen von Norden bis Süden Europas von Baum zu Baum springen, ohne den Boden zu berühren.

Doch schon bald wurden die einst hochverehrten, hochheiligen Wälder nach und nach zum Ort der Angst und des Schreckens und der Niederlage.

Der Waldkult war den christlichen Missionaren ein Dorn im Auge. Der religöse Wahn vernichtete zahlreiche heilige Wälder und alte Weise Bäume.

Doch damit nicht genug. Mit der Industrialisierung begann die unverhältnismäßige Rodung und Plünderung unserer grünen Lungen bis sie fast völlig ausgerottet waren. Nicht unbedingt als Rohstoff, sondern in erster Linie zum heizen für die Industrie. Erst mit dem Verlust begann ein Umdenken. So rettete die Kohle, was viele nicht wissen, vorerst unsere Wälder. Denn Deutschland war am Beginn der Industrialisierung weitgehend Waldfrei!

Mittlerweile sehen wir überall die Entwicklung in die Wandlung zur einstigen Wertschätzung. Die Wissenschaft hat hier gute Dienste geleistet um den „zivilisierten“ geschäftigen Leuten wieder den Wert der Wälder und Bäume greifbar zu machen. Sicher, vieles ist auch reduziert worden auf chemisch funktionierende Objekte, aber auch das versetzt uns immer wieder in Erstaunen.

Immer öfter erinnern wir uns wieder daran, wie es war, als wir noch mit Pflanzen, Tieren, Steinen und Wassern sprechen konnten und beginnen, es wieder zu tun. Und sie antworten.

Der Baum als Symbol der Stärke, ein Archetyp des Urbildes des Menschen, Widerstandskraft und Harmonie.

Die grünen Pflanzen und die Wälder schenken uns den Atem des Lebens, ihre Weisheit und ihre Heilkraft.